Uni: Ostermayer geringfügig beschäftigt

BERICHT. Angewandte: Ex-Minister wurde nicht zum Gastprofessor ernannt, sondern zum Lektor: monatlich 415,23 Euro brutto.

Als Gastprofessor für Kulturpolitik werde der ehemalige Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ) ab Herbst an der Wiener Universität für angewandte Kunst tätig sein, verkündete Rektor Gerald Bast im Juni in einer Aussendung. Jetzt spricht er von einem „Missverständnis“. Ostermayer sei Lehrbeauftragter.

Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Walter Rosenkranz hatte sich in einer Anfrage an Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) verwundert gezeigt über die Bestellung: Eine solche sei doch nur auf Basis eines gesetzlich geregelten Verfahrens möglich, so Rosenkranz. Mitterlehner hat seiner Beantwortung nun eine Erläuterung des Rektors beigelegt.

Und Gerald Bast spricht darin von einem „Missverständnis“. Ostermayer werde ab dem Wintersemester 2016/17 in einem befristeten Dienstvertrag „als Universitätslektor“ stehen: „Der Lehrauftrag umfasst eine Lehrveranstaltung im Ausmaß von 2 Semesterwochenstunden. Die Lehrveranstaltung aus „Kulturpolitik“ ist für sämtliche an der ho. Universität eingerichtete Studien – somit für potenziell rund 2000 Studierende – anrechenbar.“ Nachsatz: „Das dafür gebührende Entgelt gem. KV liegt unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze und beträgt monatlich brutto 415,23 Euro.“

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Ostermayer war ein zwar unauffälliger, aber effizienter Politiker mit Überzeugungen. Er hat einige Krisen ausgezeichnet gelöst wie Ortstafelstreit Kärnten, Burgtheater und auch einige respektable Besetzungen. Leute wie ihn braucht das Land. Sobald er sich aus dem Schatten Faymanns gelöst hat, sollte er einen gebührenden Platz mit Gestaltungsmöglichkeit bekommen.

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