Transferleistungen: Alle bekommen ihren Teil vom Kuchen

BERICHT. Wenige zahlen die meiste Lohn- und Einkommensteuer. Die Rückflüsse erfolgen dagegen ziemlich gleichmäßig.

„Wenige zahlen das meiste“, betitelte dieSubstanz.at einen Bericht über die integrierte Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2014: Gut ein Drittel der insgesamt rund sieben Millionen Österreicher, die über ein Einkommen bis hin zu einer Pension verfügen, verdienen so wenig, dass sie gar keine Steuer zahlen müssen. Die obersten 3,9 Prozent zahlen 35,1 Prozent des Steueraufkommens von immerhin 30,4 Milliarden Euro.

Es gibt jedoch auch Rückflüsse an die Lohn- und Einkommensbezieher. Sogenannte Transferleistungen nämlich. Statistik Austria hat alle dazu genommen, zu denen es Zahlen hatte, vom Arbeitslosengeld über die Notstandshilfe und das Kinderbetreuungsgeld bis hin zur Familienbeihilfe. Gesamtsumme: Zehn Milliarden Euro. Was einem Drittel des Steueraufkommens entspricht.

Die Verteilung erfolgt ziemlich gleichmäßig, wenn man vergleicht, wie groß die Einkommensgruppen sind und wie groß ihr Anteil an den Transferleistungen ist. 19,4 Prozent der Einkommensbezieher erreichen beispielsweise 15.000 bis unter 20.000 Euro im Jahr. Von den Transferleitungen fließen 20,2 Prozent an sie.

Diese Übereinstimmung ist letzten Endes freilich nicht weiter verwunderlich, sind die meisten Transferleistungen doch einkommensabhängig.

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