Stiftungseingangssteuer vervielfacht

ZAHLEN ZUM TAG. Maßnahme zur Geldwäschebekämpfung macht sich für Österreich ganz offensichtlich bezahlt.

Seit 2008 werden Zuwendungen an Stiftungen besteuert. Für den Finanzminister hat sich der Ertrag seither vervielfacht. Auch eine Maßnahme zur Geldwäschebekämpfung hat dazu beigetragen. Bescheidene 15 Millionen Euro jährlich sollte die Stiftungseingangssteuer ursprünglich bringen. Nur 2011 kam mit 18 Millionen Euro mehr zusammen, ansonsten waren es meist nur zehn bis elf Millionen Euro.

2014 stieg das Steueraufkommen auf 28 Millionen Euro. Grund: Ausländische Stiftungen, die nicht transparent sind und bei denen daher z.B. nicht einmal die Begünstigten bekannt sind, werden seither verstärkt zur Kasse gebeten. Bei ihnen beträgt der Steuersatz nicht 2,5, sondern 25 Prozent. Diese Maßnahme sollte dem Kampf gegen die internationale Geldwäsche dienen. 2015 betrugt das Steueraufkommen gar 73 Millionen Euro.

Artikel Schlagwörter : Vermögen, Budget, Budgetvollzug
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Kommentare

Das zeigt eigentlich nur, dass es eine große Anzahl von Stiftungen gibt, die nicht transparent sein wollen, bzw. ihre "Begünstigten" nicht bekannt geben wollen und immer noch 75 % des Kapitals dem Markt entzogen ist....

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