Mindestsicherung: Wir hätten noch ein Problem

ZAHLEN ZUM TAG. Alleinerziehende Frauen und Kinder sind extrem oft auf die Sozialhilfe angewiesen. Das unterstreichen die aktuellen Zahlen.

Die Politik wäre gut beraten, die Mindestsicherungsstatistik einmal nicht nur nach dem Gesichtspunkt zu studieren, woher die Bezieherinnen und Bezieher kommen. Achtet man stattdessen zum Beispiel einmal auf Geschlecht, Altersgruppe und Familienstand, werden auch ganz andere Probleme deutlich.

Erkenntnis 1: Die größte Beziehergruppe bildeten auch im vergangenen Jahr nicht Männer (109.937). Sondern Frauen (113.778). Hoch ist im Übrigen die Zahl (minderjähriger) Kinder mit 83.818.

Erkenntnis 2: Alleinstehende Mutter sein ist und bleibt ein extremes Armutsrisiko. Laut Statistik Austria gab es im vergangen Jahr 131.500 Frauen mit einem oder mehreren Kindern. Laut den Daten zur Mindestsicherung bezog ein Fünftel davon diese Sozialleistung: 25.888. Die Zahl alleinerziehender Männer, die die Leistung erhielten, war dagegen verschwindend klein (1866).

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