Immer mehr Frauen ab 60 erwerbstätig

ZAHLEN ZUM TAG. Anteil hat sich seit Mitte der 2000er Jahre verdreifacht. Dabei ist das gesetzliche Pensionsalter unverändert geblieben.

Die Erwerbstätigenquoten der 60- bis 64-Jährigen, die die Statistik Austria ausweist, sind bemerkenswert: Bei den Männern dieser Altersgruppe ist ein Job noch immer eher die Ausnahme denn die Regel. Die Quote ist seit Mitte der 2000er zwar von 14,9 auf 36,3 Prozent stark gestiegen; es sind aber eben noch immer deutlich weniger als 50 Prozent. Männer dieser Altersgruppe haben zwar immer weniger Möglichkeiten, vorzeitig in Pension zu gehen; sie sind andererseits aber auch stärker von Arbeitslosigkeit betroffen.

Umgekehrt ist die Erwerbstätigenquote bei Frauen dieser Altersgruppe relativ hoch, bedenkt man, dass das gesetzliche Pensionsalter bei ihnen – zumindest außerhalb des öffentlichen Dienstes – noch immer 60 beträgt: Die Quote betrug 2004 gerade einmal 6,6 Prozent. Seither ist sie mehr oder weniger kontinuierlich gestiegen und machte zuletzt immerhin 18,2 Prozent aus. Das deckt sich im Übrigen mit der Statistik der gesetzlichen Pensionsversicherung; auch ihr zufolge arbeiten immer mehr Frauen über den 60. Geburtstag hinaus

Ungeachtet dessen zeichnet sich keine parlamentarische Mehrheit für eine raschere Angleichung des Frauen- an das Männerpensionsalter (65) ab: Nach SPÖ, FPÖ und Grünen hat sich zuletzt auch die Neue Volkspartei von Sebastian Kurz dagegen ausgesprochen.

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Artikel Schlagwörter : Arbeit, Altersarbeitslosigkeit, Pensionen
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