Bis zu 72 Prozent haben nicht-deutsche Umgangssprache

ZAHLEN ZUM TAG. In Wien ist der Anteil der Kinder an den Neuen Mittelschulen mit Abstand am größten.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will einen eigenen Deutsch-Unterricht für alle Kinder, die es nötig haben, forcieren. Wie viele das sind, muss erst festgestellt werden. Die Zahlen, die die Statistik Austria führt, lassen bei aller Vorsicht jedoch eine Ahnung zu.

Österreichweit beträgt der Anteil der Volksschüler mit nicht-deutscher Umgangssprache 28,7 Prozent. An den Neuen Mittelschulen sind es 29,7 Prozent. Wobei es erhebliche Unterschiede gibt: In Kärnten sind es jeweils nur gut 15 Prozent. In Wien dagegen handelt es sich an den Volkschulen um 57,5 und an den Neuen Mittelschulen gar um 71,6 Prozent, Wobei es wiederum erhebliche Unterschiede nach Bezirken geben dürfte; doch das würde jetzt zu weit führen.

Der Punkt ist, dass zwar viele Kinder, die im Alltag nicht Deutsch sprechen, ausgezeichnet Deutsch können, das aber nicht die Regel ist. Und zusammen mit anderen Aspekten ergibt sich daraus ein Problem: Von der Volksschule wechseln Kinder mit nicht-deutscher Umgangssprache weniger häufig in die AHS-Unterstufe als jene mit deutscher Muttersprache (27,7 zu 38,1 Prozent). Und bei der Schnittstelle mit 14 beenden überhaupt mehr ihre schulische Ausbildung. Womit sie mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Nachteil fürs Leben haben.

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Artikel Schlagwörter : Bildung, Schule, Schüler, Migration, Integration
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