Alte Ausländer gibt's kaum

ZAHLEN ZUM TAG. Nur jeder Zwanzigste über 65-Jährige ist nicht-österreichischer Staatsbürger. Auch der Migrantenanteil ist in dieser Altersgruppe relativ niedrig.

Wenn man sich die aktuellen Bevölkerungszahlen anschaut, die die Statistik Austria soeben veröffentlich hat, wird einiges klarer: Warum wissenschaftliche Studien zum Beispiel immer wieder zum Schluss kommen, dass Fremde in Summe trotz erhöhter Arbeitslosigkeit mehr ins gesamte System einzahlen, also quasi Nettozahler sind (Beispiel).

Eine Antwort lautet ganz offensichtlich: Ausländer sind viel jünger als Österreicher. Anfang 2018 gab es hierzulande 1,4 Millionen Menschen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft. 21,8 Prozent waren unter 20, 71,7 Prozent 20 bis 64. Macht in Summe 93,5 Prozent. 65 Jahre und älter, also im Pensionsalter, waren nur 6,5 Prozent. Beziehungsweise 90.286 Frauen und Männer.

Bei den österreichischen Staatsbürgern schauen die Verhältnisse anders aus. 65 Jahre und älter sind da nicht 6,5 Prozent, sondern drei Mal so viele: 21 Prozent. Entsprechend weniger waren im erwerbsfähigen Alter, um "ins System" einzuzahlen.

Was man bei diesen Zahlen naturgemäß berücksichtigen muss, ist, dass im Laufe der Zeit aus vielen Ausländern Österreicher werden, sie also die Staatsbürgerschaft annehmen. In der Statistik der Bevölkerung nach Migrationshintergrund wird jedoch ebenfalls deutlich: Fremde sind wesentlich jünger.

Die allermeisten sind unter 60: Von den 1,9 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund (Stand: 2016) sind es 86 Prozent. Bei all jenen ohne Migrationshintergrund sind es nur 74 Prozent.

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Artikel Schlagwörter : Migration, Integration, Ausländer
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