50plus: Entspannung auf dem Arbeitsmarkt

ZAHLEN ZUM TAG. Die Zahl der Beschäftigten über 50 ist zuletzt stark gestiegen, die der Arbeitslosen summa summarum leicht gesunken.

Braucht’s die „Aktion 20.000“, die zurzeit in einigen Modellregionen läuft und Langzeitarbeitslosen über 50 zu einem Job verhelfen soll, überhaupt noch? Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hat darum gekämpft, sowohl die AMS-Spitze als auch Vertreter der (voraussichtlich) künftigen Regierungsparteien ÖVP und FPÖ bezweifeln oder verneinen dies.

Mit der wirtschaftlichen Erholung entspannt sich auch der Arbeitsmarkt für Ältere: Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten über 50 ist von Oktober 2016 bis Oktober 2017 um immerhin fünfeinhalb Prozent auf 991.899, also fast eine Million, gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen ist dagegen um 0,7 Prozent auf 96.492 gesunken.

Die Veränderungen sind nach Altersgruppen jedoch sehr unterschiedlich. So gibt es nur bei den 50- bis 54-Jährigen einen Rückgang (minus 7,2 Prozent auf 40.111). Sonst verzeichnete das AMS überall einen Anstieg – bei den 60- bis 64-Jährigen gar um 10,2 Prozent (auf 13.334). Zumindest aber gibt es bei ihnen auf der anderen Seite um 13.2 Prozent mehr Beschäftigte (zuletzt waren es 98.436). Die Zahlen umfassen sämtliche Personen, also nicht nur Langzeitarbeitslose.

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