Österreich hätte ein Beschäftigungsproblem

ZAHLEN ZUM TAG. Deutlich höhere Arbeitslosenquote und wesentlich weniger offene Stellen als Deutschland.

Auch wenn es auf der innenpolitischen Agenda nicht ganz oben steht, ist es vorhanden: ein rot-weiß-rotes Beschäftigungsproblem. Das unterstreicht ein Vergleich mit Deutschland. Und zwar in gleich dreifacher Hinsicht.

1) In Deutschland beträgt der Anteil der Frauen und Männer von 15 bis 64, die erwerbstätig sind, 74 Prozent. In Österreich sind es nur 71,1 Prozent. Wäre das allein auf einen hohen Anteil von jungen Leuten an weiterführenden Schulen und Universitäten zurückzuführen, wäre das kein Problem. Es hat jedoch auch damit zu tun, dass das Pensionsantrittsalter hierzulande noch immer niedriger ist – und dass die Wirtschaftslage zuletzt insgesamt schlechter war.

2) In Österreich ist auch die Arbeitslosenquote mit 5,7 Prozent deutlich höher als in Deutschland (3,8 Prozent).

3) Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland noch dazu mehr offene Stellen - der Anteil an sämtlichen Stellen beträgt dort 2,6 Prozent, während es in Österreich nur 1,8 Prozent sind.

Quellen: WKO (Beschäftigungsquote) und Eurostat (Arbeitslosenquote, Anteil offener Stellen); jeweils die aktuellsten Daten, die verfügbar sind.

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